24H-Rennen 2026

Platz 2 nach einer Nacht, die es in sich hatte

Manchmal erzählt ein Rennergebnis nicht die ganze Geschichte. Platz 2 beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring 2026 klingt nach einem soliden Resultat. Was dahintersteckt, sind mit die bewegendsten 24 Stunden in der Geschichte von ABT Sportsline.

352.000 Zuschauer säumten die Strecke und tausende weitere verfolgten das Rennen beim Public Viewing in Kempten, durch die Nacht, bis zur letzten Runde. Dieser zweite Platz gehört ihnen genauso wie unserem Team. 

 

Zwei Autos. Zwei Nummern. Geschwindigkeit pur.

Das 54. ADAC RAVENOL 24h Nürburgring hätte emotionaler kaum sein können. Wie beim Rennen im Jahr zuvor, das aufgrund von Nebel abgebrochen wurde, traten wir mit zwei Lamborghini Huracán GT3 EVO2 an. Als Hommage an unser 130-jähriges Firmenjubiläum trug einer die Startnummer 130. Die #84 ist dem Gründungsjahr von Red Bull gewidmet und ging im bekannten Red Bull Design an den Start. 

Am Steuer der #84 saßen Mirko Bortolotti, Luca Engstler und Patric Niederhauser. Den Schaeffler-Lamborghini #130 teilten sich Marco Mapelli, Nicky Catsburg und Nick Yelloly — ein Fahrer-Lineup, das kaum stärker hätte sein können: zwei ehemalige 24h-Gesamtsieger, ein DTM-Champion, bewährte Nordschleifen-Spezialisten.

Doppel-Pole. Stärker geht nicht.

Das Qualifying verlief perfekt: Beide Lamborghini stellten sich in die erste Startreihe. Luca Engstler sicherte sich mit einer Zeit von 8:11.123 Minuten die Pole Position für die #84 — die erste Pole überhaupt für Lamborghini beim 24h Nürburgring. Marco Mapelli komplettierte die Doppel-Pole mit 8:11.468 Minuten auf P2. 

Das Rennen schien zum Greifen nah. Motorsportdirektor Martin Tomczyk fasste die Stimmung vor dem Start in einem Satz zusammen: "Wir haben noch eine Rechnung offen mit dem Nürburgring. Wir wollen dieses Rennen gewinnen." 

Runde eins. Und alles gerät aus den Fugen.

Bereits in der zweiten Kurve des Rennens wurde Mirko Bortolotti im #84-Lamborghini von Daniel Juncadella im Verstappen-Mercedes am Heck getroffen. Der Kontakt führte zu einem Reifenschaden — kurz vor dem Einbiegen auf die Nordschleife. Bortolotti konnte gerade noch in die Box einbiegen. Nach einer Stunde lag der Polesetter auf Position 45. 

Auch die #130 erwischte es früh: Startfahrer Marco Mapelli hatte beschleunigt, bevor die Startampel es erlaubte. Eine 32-Sekunden-Zeitstrafe war die Folge, und die mühsam erarbeitete Führung war dahin. 
Die Nerven lagen blank.

Das Comeback, das alle mitreißt.

Was folgte, war eines der bemerkenswertesten Comebacks in der jüngeren Geschichte des Rennens. Wieder einmal zeigte unser Team, dass Rennen fahren Teil unserer DNA ist. Stint für Stint kämpfte sich die #84 durch das Feld. Beide Autos pushten die schnellste Rennrunde. Der #84-Lamborghini fuhr mit einer Zeit von 8:08.758 Minuten die schnellste Runde des gesamten Rennens, fast ein neuer Rekord, und war am Ende das schnellste Auto im Feld. 

Der #130-Lamborghini rollte am Sonntagmorgen am Streckenrand aus. Nick Yelloly saß gerade am Steuer. Das tat weh. Aber die #84 fuhr weiter. 

 

Nichts für schwache Nerven. Das atemberaubende Finish.

Die #84 zeigte nach dem desaströsen Start eine spektakuläre Aufholjagd. Runde für Runde machte der Lamborghini Rang für Rang gut bis es auf ein Duell zwischen ABT und dem Aston Martin #34 von Walkenhorst hinauslief. Und dann kassierte er 86 angerechnete Strafsekunden für eine Code-60-Übertretung in der Schlussphase. 

Mirko Bortolotti versuchte im Nieselregen der letzten Minuten auf Slicks den mit geschnittenen Slicks fahrenden Mattia Drudi um die 86 Sekunden hinter sich zu halten. Ein auf der Döttinger Höhe liegen gebliebenes Fahrzeug löste schließlich einen Code-60 aus — und der Abstand wuchs. P2 war gerettet. 

Ein Fahrer brachte es nach dem Rennen auf den Punkt: "Es war eine unglaubliche Achterbahnfahrt für uns. Wir haben bis zum Ende gepusht. Wir sind mit einem Handicap von 2:30 Minuten gestartet und haben das Comeback trotzdem geschafft. Auf dem Podium zu sein, ist unglaublich. Endlich ist es ein Tag, an den wir uns zurückerinnern können. Es ist leider kein Sieg, aber für uns fühlt es sich so an." 

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