DTM
Die Serie
Audi gegen BMW und Mercedes

Die DTM ist in ihrer Form einzigartig: Sie ist die einzige Rennserie der Welt, in der ausschließlich Werksteams an den Start gehen. Insgesamt 18 Autos setzen Audi, BMW und Mercedes-Benz ein – jedes davon ist technisch auf dem neuesten Stand und damit theoretisch siegfähig.

2015 erfand sich die DTM in großen Teilen neu. Seitdem gibt es zwei Rennen pro Wochenende und damit doppelte Action für die Fans. Samstag und Sonntag sind eigenständige Renntage, jeweils mit Freiem Training bzw. Warm-up, Qualifying und Rennen. Das Motto dabei: „Keep it simple“. Im Zeittraining hat jeder Fahrer 20 Minuten Zeit, eine schnelle Runde zu drehen und sich einen guten Startplatz zu sichern.

2017 gab es einen weiteren größeren Einschnitt: Alle drei Hersteller gingen mit neuen Autos an den Start. Die neuen Autos sind für die Fahrer herausfordernder: Der aerodynamische Abtrieb wurde durch das Reglement beschnitten, die Motorleistung stieg auf mehr als 500 PS und die weicheren Reifen bauen im Rennen stärker ab.

Zudem dürfen die Reifen nicht mehr vorgeheizt werden. Das macht die ersten Runden nach dem Start und einem Reifenwechsel besonders spannend. Beim Boxenstopp dürfen nur noch insgesamt acht Mechaniker die Räder wechseln. Die Boxenstopps sind dadurch länger und für den Zuschauer transparenter. Alle 18 Rennen haben ein einheitliches Format von 55 Minuten plus einer Runde inklusive Reifenwechsel.

Bei der Starterfeldpräsentation und dem Auftritt im Fahrerlager geht die DTM ebenfalls neue Wege. Die Zuschauer dürften bei jedem Hersteller einen Blick in ausgewählte Boxen werfen.

Ab 2018 hat die DTM einen neuen TV-Partner: SAT.1 wird die Rennen der populären Tourenwagenserie exklusiv in Deutschland live übertragen. Damit können die Fans die DTM auch weiterhin in einem sportaffinen Free-TV-Sender verfolgen. Die Rennen werden unter der bekannten Sportdachmarke „ran“ ausgestrahlt.

 

Das Auto
Ein aufregendes Rennauto - Der Audi RS 5 DTM

Der Audi RS 5 DTM der dritten Generation hebt sich optisch deutlich von seinen beiden erfolgreichen Vorgängermodellen ab, die mit je zehn Saisonsiegen 2015 und 2016 jeweils das erfolgreichste DTM-Auto waren.           

„Zum ersten Mal haben wir ein neues DTM-Auto parallel zum Serienmodell entwickelt“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Das unterstreicht einmal mehr, wie eng Motorsport und Serie bei Audi zusammenarbeiten.“ Zeitgleich mit dem Serienmodell hatte Audi Sport auf dem Automobilsalon in Genf 2016 die DTM-Rennversion des Audi RS 5 Coupé präsentiert. Die neue RS-Designsprache hat in diesem Modell Premiere; ebenso wurden zahlreiche reglementbedingte Änderungen umgesetzt.

„Wir haben die Aerodynamik in vielen Bereichen im Detail ausgelotet“, sagt Projektleiter Stefan Gugger. Rund um die hinteren Radhäuser lässt das restriktive DTM-Reglement den Technikern noch den größten Spielraum. Entsprechend wurden sie auf maximalen Abtrieb bei gleichzeitig größter Effizienz getrimmt.

Neu seit 2017 ist auch der Heckflügel, der nun aus zwei Blättern besteht. Um den Wirkungsgrad des Drag Reduction Systems (DRS) zu erhöhen, wird nicht der gesamte Flügel nach unten geklappt, sondern wie in der Formel 1 das obere Flügelblatt flach gestellt – dadurch soll es in der DTM mehr Überholmanöver geben.

Ziel des Reglements ist, das Fahrverhalten anspruchsvoller zu gestalten und so die Leistung der Fahrer stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Unter anderem wurde der aerodynamische Abtrieb der DTM-Rennwagen reduziert. Entscheidend hierfür sind bei allen Autos geometrisch veränderte einheitliche Frontsplitter, Unterböden und Heckdiffusoren. Auch die Bodenfreiheit ist per Reglement vergrößert.

Der vier Liter große V8-Motor des Audi RS 5 DTM liefert mehr als 500 PS. Alle DTM-Autos besitzen das identische Fahrwerk. Dadurch werden kostspielige Weiterentwicklungen vermieden, gleichzeitig sind die Einstellmöglichkeiten unverändert vielfältig.

 

Die Fahrer
Nico Müller

Vor der Saison 2016 wechselte Nico Müller als jüngster Audi-Pilot in das Team von Hans-Jürgen Abt. Der Einstand war furios: Beim Saisonstart in Hockenheim holte Müller den besten Startplatz und mit Platz drei sein erstes Podiumsresultat. Absolutes Highlight war ein Sieg auf dem Norisring, sein erster in der DTM.Nico Müller hält sich mit Radfahren fit. „Bei Kälte auf dem Mountainbike, im Sommer mehr auf dem Rennrad“, erzählt der Youngster. In der DTM fährt Nico Müller mit der Startnummer 51, die ihm schon im Kartsport Glück brachte. „Mein Cousin hatte früher an seinem Kart die Nummer 50. Als ich sein Teamkollege wurde, war es nur logisch, die 51 zu nehmen“, erzählt der Hobby-Jongleur. „Ich habe mit dieser Startnummer viele Rennen im Kart und später auch den Titel in der Formel Renault gewonnen.“ Und auch in der DTM scheint die 51 zu funktionieren ...

KARRIERE

2004– 2007 Kart

2006  2. Platz Schweizer Kart-Meisterschaft (Kategorie Junior)

2007  1. Platz Bridgestone-Kart-Cup (Kategorie KF3)

2008  5. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 3. Platz Italienische Formel Renault Wintermeisterschaft, bester Rookie

2009  1. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 11. Platz Formel Renault Eurocup

2010  3. Platz GP3-Serie, bester europäischer Fahrer

2011  4. Platz GP3-Serie

2012  9. Platz World Series by Renault 3.5

2013  5. Platz World Series by Renault 3.5

2014  19. Platz DTM (Audi RS 5 DTM)

2015  21. Platz DTM (Audi RS 5 DTM), 1. Platz 24 Stunden Nürburgring (Audi R8 LMS)

2016  9. Platz DTM (Audi RS 5 DTM), 1 Sieg

2017  12. Platz DTM (Audi RS 5 DTM)

2018  10. Platz DTM (Audi RS 5 DTM), Test- und Reservefahrer Formel E

Robin Frijns

Robin Frijns ist vor Kurzem zum Audi-Werksfahrer in der DTM aufstiegen. Für den Niederländer ging damit ein Traum in Erfüllung, der 2015 im GT-Programm von Audi Sport seinen Anfang nahm. Im Interview blickt der 26-Jährige auf seine bisherige Motorsportlaufbahn zurück.

KARRIERE

1999–2008  Kart, Belgischer Kadetten-Meister 2004, Französischer Junior-Meister 2006
2009  3. Platz Formel BMW Europa, Rookie of the Year
2010  1. Platz Formel BMW Europa, 14. Platz Formel Renault Nordeuropa
2011  1. Platz Formel Renault 2.0 Eurocup
2012  1. Platz Formel Renault 3.5, Young Driver Test Formel 1 (Red Bull)
2013  Formel-1-Testfahrer (Sauber), 15. Platz GP2-Serie
2014  Formel-1-Testfahrer (Caterham)
2015  1. Platz Blancpain GT Series (Audi R8 LMS), 2. Platz Blancpain Sprint Series (Audi R8 LMS), 6. Platz Blancpain Endurance Series Pro Cup (Audi R8 LMS)
2016  12. Platz Formel E, 7. Platz Intercontinental GT Challenge (Audi R8 LMS), 10. Platz Blancpain GT Series Sprint Cup (Audi R8 LMS)
2017  13. Platz Formel E, 1. Platz Blancpain GT Series Sprint Cup (Audi R8 LMS), 4. Platz Blancpain GT Series (Audi R8 LMS)
2018  DTM (Audi RS 5 DTM), 1. Platz 12 Stunden Bathurst (Audi R8 LMS)

Meilensteine / Erfolge

2000

Als Privatteam wagt sich ABT Sportsline in das Abenteuer DTM. Der in Rekordzeit in Kempten entwickelte Abt-Audi TT-R hat im ersten Jahr noch keine Chance gegen die werkseitige Konkurrenz von Opel und Mercedes-Benz, avanciert aber schnell zum Liebling der Fans.

2002

Die Sensation ist perfekt: Nach den ersten Siegen in der Saison 2001 gewinnen Laurent Aiello und das Team ABT Sportsline schon im dritten DTM-Jahr den Titel. Der Franzose macht sogar schon ein Rennen vor dem Finale den Sack zu und stürzt den niederländischen Ferienort Zandvoort damit in eine gewaltige Partynacht.

2004

Nach vier „privaten“ Jahren steigt Audi 2004 werkseitig in die DTM ein, ABT Sportsline wird Werksteam. Der Mannschaft gelingt ein traumhaftes Comeback: Mattias Ekström wird Champion, sein Audi Sport Team ABT Sportsline holt den Teamtitel und Audi die Herstellerwertung.

2007

He did it again: Mattias Ekström holt seinen zweiten Titel. Die Zuschauer erleben eine packende Saison: Beim Finale in Hockenheim haben noch drei Piloten Titelchancen, darunter auch Teamkollege Martin Tomczyk. Ein dritter Platz im Rennen reicht Ekström zur Meisterschaft.

2008

Die Saison 2008 steht ganz im Zeichen von ABT Pilot Timo Scheider: Der Deutsche gewinnt in Oschersleben sein erstes DTM-Rennen überhaupt und feiert am Ende der Saison die Meisterschaft. Der Wahl-Österreicher fährt in acht von elf Rennen aufs Podium und holt sich den Titel beim Finale standesgemäß: mit einem Sieg.

2009

Mit dem dritten Titel in Folge schreiben Audi und ABT Sportsline ein Stück Motorsportgeschichte: Ein Hattrick ist zuvor noch keinem anderen Hersteller gelungen. Wieder ist es Timo Scheider, der sich bei einem packenden Showdown in Hockenheim gegen Mercedes-Star Gary Paffett durchsetzt.

2011

Während der ehemalige langjährige ABT Pilot Martin Tomczyk den Fahrertitel gewinnt, feiert ABT Sportsline den Sieg in der Teamwertung: Mattias Ekström und Mike Rockenfeller sorgen mit vier Siegen und drei weiteren Pokalen für ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte.

2014

Zwei DTM-Jahre ohne Sieg spornen ABT Sportsline zu Höchstleistungen an: Mattias Ekström ist nach den ersten vier Läufen nicht mehr aus den Top Drei zu verdrängen und sichert seiner Mannschaft mit Siegen in Zandvoort und beim Finale in Hockenheim den zweiten Gesamtrang in der Fahrer- und der Teamwertung.

2016

Das Audi Sport Team ABT Sportsline ist Teammeister der DTM. Die Teamwertung geht nach 2004, 2007 und 2011 zum vierten Mal an das Audi Sport Team ABT Sportsline mit Edoardo Mortara, Mattias Ekström und Mike Rockenfeller, der den neuen Rallycross-Weltmeister Ekström beim Finale in Hockenheim vertritt. Den Fahrertitel verpasst Mortara trotz fünf Saisonsiegen um vier Punkte nur ganz knapp.

Legenden schlafen nie
Es ist das Ende einer Ära: Mattias Ekström

Nach 17 Jahren, 195 Rennen, 23 Siegen und zwei Meistertiteln beendet Werksfahrer Mattias Ekström seine DTM-Karriere. Damit verlässt der bislang erfolgreichste DTM-Pilot von Audi die Rennserie. Ekström konzentriert sich 2018 auf das werksunterstützte Engagement seines Teams EKS in der Rallycross-Weltmeisterschaft. Neu in der DTM-Fahrermannschaft von Audi ist der Niederländer Robin Frijns.

„Es war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich je treffen musste“, sagt Ekström. „Die DTM war lange Zeit mein Leben und auch in Zukunft wird mein Herz immer für die DTM schlagen. Aber ich habe in den vergangenen Jahren auch sehr viel Zeit und Energie in mein Rallycross-Team investiert. Ohne das Doppelprogramm kann ich mich nun wieder voll auf eine Serie konzentrieren und habe wieder mehr Freiraum für meine Familie und meine Kinder. Ich starte weiter für mein eigenes Team und mache in der DTM Platz für einen vielversprechenden Youngster.“

Mattias Ekström begann seine DTM-Laufbahn 2001 mit 22 Jahren im Audi-Kundenteam von ABT Sportsline. 2004 startete er erstmals als Werksfahrer und fuhr auf Anhieb seinen ersten DTM-Titel ein. 2007 folgte Titel Nummer zwei, einen weiteren Gesamtsieg verpasste er in der vergangenen Saison nur knapp. Immer an seiner Seite: Audi Sport, ABT Sportsline und der Partner Red Bull, in dessen HANGAR-7 am Salzburger Flughafen Ekström nun auch seine Entscheidung bekannt gab.

Neben der DTM startet Ekström seit 2014 mit seinem eigenen Team EKS in der Rallycross-WM. Bereits im dritten Jahr sicherte er sich den Weltmeistertitel und schloss die vergangene Saison wie in der DTM als Vizechampion ab. Ekström beschreibt die vergangenen Jahre als doppelten Kraftakt, den der 39-Jährige nicht länger auf sich nehmen möchte. „Mattias hat uns früh darüber informiert, dass er in der Saison 2018 nur noch eine Serie bestreiten möchte“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Natürlich ist Mattias für beide Projekte extrem wertvoll und wichtig. Deshalb ist uns beiden diese Entscheidung auch nicht leicht gefallen.“

Ekström hinterlässt in der DTM-Mannschaft eine Lücke, die dem 26-jährigen Robin Frijns den Aufstieg zum Werksfahrer ermöglicht. Der Niederländer ist seit 2015 im Kundensport für Audi aktiv und stammt aus dem Formelsport. Erste Erfahrung am Steuer eines DTM-Rennwagens von Audi sammelte er bereits 2013 bei einer Nachwuchssichtung in Spanien. „Robin hat schon damals einen starken Eindruck hinterlassen und wir haben ihn seitdem nicht aus den Augen verloren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Am Steuer des Audi R8 LMS hat er gezeigt, was in ihm steckt, und auch in unserem Formel-E-Simulator leistet er sehr gute Arbeit. Dass man auch als Neuling in der DTM um den Titel kämpfen kann, hat René Rast im vergangenen Jahr bewiesen. Robin hat großes Potenzial und Audi ist für die DTM 2018 fahrerisch sehr gut aufgestellt. Davon sind wir überzeugt.“

Der restliche DTM-Fahrerkader von Audi bleibt wie im Vorjahr: Loïc Duval (F), Jamie Green (GB), Nico Müller (CH), René Rast (D) und Mike Rockenfeller (D) hat der Automobilhersteller als Piloten bestätigt. Mit diesem Team gewann Audi in der Saison 2017 alle drei Titel (Fahrer, Hersteller und Teams).

DTM Rennkalender 2019                                                                                                                                                                        

 

03.- 05. Mai                   Hockenheim (D) 

17.- 19. Mai                   Zolder (BEL) 

07.- 09. Juni                   Misano (I) 

05. - 07. Juli                   Norisring (D) 

19. - 21. Juli                   Assen (NL) 

10.- 11. September         Brands Hatch (GB) 

23.- 25.September          Lausitzring (D) 

13.- 15. September         Nürburgring (D)

04. - 06. Oktober             Hockenheim (D) 

 

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