Formula E
Die Serie
Elektromobilität emotional erleben


Vom Pionier zum zweimaligen Champion – das Team Audi Sport ABT Schaeffler hat die ersten vier Saisons der Elektrorennserie ABB FIA Formula E Championship geprägt.

ABT Sportsline und Schaeffler bilden in der Debütsaison 2014/15 der Formel E das einzige deutsche Team und sind damit Trendsetter. Die Saison beginnt mit einem Paukenschlag: Lucas di Grassi gewinnt in Peking das Premierenrennen. Nach fünf weiteren Podestplätzen wird er Gesamtdritter, Daniel Abt Gesamtelfter.

Für ihre zweite Saison lockert die Serie das technische Reglement in puncto Entwicklung. Die Teams dürfen nun den Antriebsstrang des Einsatzautos selbst entwickeln. Dank dreier Saisonsiege belegt Lucas di Grassi 2015/15 mit nur zwei Punkten Rückstand Gesamtrang zwei, Daniel Abt erzielt in Berlin mit Rang zwei sein bis dato bestes Resultat.
 

Dramatisch verläuft das dritte Jahr der Formel E: An der Spitze der Tabelle entwickelt sich ein Duell zwischen Titelverteidiger Sébastien Buemi und Lucas di Grassi. Buemi sieht zur

Saisonhalbzeit wie der sichere Champion aus. Dann setzt ABT Pilot di Grassi zu einer Aufholjagd an und krönt diese beim Finale mit dem Titelgewinn.

2017/18 steigt Audi als erster deutscher Automobilhersteller in die Formel E ein. Die Marke mit den Vier Ringen übernimmt den Startplatz von ABT Sportsline. Der Rennstall aus dem Allgäu bleibt jedoch das Einsatzteam der e-tron-Rennwagen. Nach einem holprigen Saisonstart läuft Audi Sport ABT Schaeffler zur Höchstform auf: In acht aufeinanderfolgenden Rennen steht immer mindestens ein Fahrer des Teams auf dem Podest. Am Ende springt der Gewinn der Teammeisterschaft heraus, Lucas di Grassi sichert sich Gesamtrang zwei. Teamkollege Daniel Abt wird am Saisonende Gesamtfünfter. In Mexiko gelingt ihm als erstem Deutschen ein Formel-E-Sieg, beim Heimspiel in Berlin legt der Kemptener noch einmal nach. Dort holt der Rennstall als erster überhaupt einen Doppelsieg, die Pole-Position, die Schnellste Rennrunde und die maximale Punktzahl an einem Rennwochenende.

„Wir sind stolz, als eines der Gründungsmitglieder ein Stück Motorsportgeschichte mitgeschrieben zu haben“, sagt Hans-Jürgen Abt. Neben einem Fahrer- und einem Teamtitel zählen zur beeindruckenden Erfolgsbilanz von ABT vor der fünften Formel-E-Saison zehn Rennsiege und 35 Podestplätze – Serienbestwert. Von den 45 bis dahin ausgetragenen Rennen haben Lucas di Grassi und Daniel Abt 21 angeführt.

 

 

Das Auto
Die neue Generation des Meisterautos - Der Audi e-tron FE05

Es ist die bislang größte Neuerung in der Formel E: Erstmals seit Gründung der Serie im Jahr 2014 kommt in der neuen Saison 2018/2019 nur noch ein Rennauto pro Fahrer zum Einsatz. Der obligatorische Autowechsel während des Rennens entfällt, da die Batteriekapazität inzwischen für die gesamte Renndistanz von 45 Minuten ausreicht. Ein Beweis dafür, wie Motorsport – und vor allem die Formel E – Innovationen und Technologien vorantreibt.

Audi Sport ABT Schaeffler hat sich mit dem Audi e-tron FE05 auf die neuen technischen und strategischen Herausforderungen akribisch vorbereitet. Das gilt besonders für das Herzstück des Audi e-tron FE05: den Antriebsstrang. Er besteht aus Motor, Inverter, Getriebe, Teilen des Hinterachsenfahrwerks sowie der entsprechenden Software. Während der Rest des Autos für alle Teams gleich ist, stellen die Hersteller beim Antrieb ihre technische Kompetenz unter Beweis. Schon in der vierten Saison der elektrischen Rennserie, die Mitte Juli in New York mit dem Titelgewinn von Audi Sport ABT Schaeffler zu Ende ging, war der Audi e-tron FE04 sehr oft das effizienteste Auto. Der Nachfolger ist die Evolution dieses Erfolgsmodells. 

Die Motor-Generator-Unit namens Audi Schaeffler MGU03 haben Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelt. Der Fokus der Ingenieure lag vor allem darauf, das Paket noch effizienter zu gestalten und den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen. „Wir haben das Grundkonzept mit einem Gang beibehalten und gleichzeitig alle Elemente im Detail weiterentwickelt und neu gefertigt“, sagt Tristan Summerscale, Projektleiter Formel E bei Audi. 95 Prozent aller Teile des Antriebsstrangs sind neu, dabei gelang es den Ingenieuren, zehn Prozent Gewicht zu sparen.

Schon Mitte 2017, also noch vor dem Auftakt der vergangenen vierten Saison, begannen Summerscale und sein Team mit der Entwicklung des Audi e-tron FE05. Ende Juli 2018 homologierte die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) das Fahrzeug. Änderungen sind nun nicht mehr erlaubt, lediglich die Software dürfen die Entwickler während der Saison weiter verbessern.

In der fünften Saison der Formel E darf der Motor im Qualifying maximal 250 kW (340 PS) leisten. In den Rennen ist die Leistung auf 200 kW (272 PS) begrenzt. Neu sind die sogenannten Aktivierungszonen: Passiert der Fahrer diese Zone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos kurzzeitig auf 225 kW (306 PS). Die Formel-E-Fans können ihren Lieblingsfahrer auch in dieser Saison wieder per Online-Voting unterstützen: Mit dem „FanBoost“ steigt die Leistung kurzfristig bis auf 250 kW (340 PS).

Den Strom beziehen alle Formel-E-Teams aus einer identischen, 374 Kilogramm schweren Batterie von McLaren. Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich zwischen Fahrersitz und Antriebsstrang, hat eine Kapazität von 52 kWh und ist innerhalb von 45 Minuten aufgeladen. Eine völlig neue Entwicklung für die fünfte Saison ist das Brake-by-Wire-System. Bremsbetätigung und Übertragung zur Hinterachse sind dabei voneinander entkoppelt und elektronisch geregelt. Die Bremskraftverteilung ist somit immer optimal eingestellt und die Rekuperation noch effizienter. 

Wie in der Formel 1 sitzt der Fahrer in einem Monocoque aus Kohlefaser, entwickelt nach den FIA-Sicherheitsstandards. CFK-Crash-Strukturen an Front und Heck sowie den Flanken sorgen für maximale Sicherheit. Dazu kommt – analog der Formel 1 – das Halo-System über dem Cockpit, das den Kopf des Fahrers zusätzlich schützt. Das Mindestgewicht eines Formel-E-Rennwagens liegt bei 900 Kilogramm (inklusive Fahrer). Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Elektrorennwagen in 3,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 240 km/h.

Besonders auffällig: Die neue Generation des Audi e-tron FE05 kommt ohne Heckflügel aus – ein Unikum im Motorsport. Für den Abtrieb sorgt stattdessen der große Diffusor am Heck des Rennautos. „Batmobil“, „Star Wars“, „Raumschiff“ kommentierten Fans und Medien die futuristische Optik nach den ersten Testfahrten. „Wenn ich zwischen anderen Autos auf der Strecke fahre, komme ich mir vor wie in einem Science-Fiction-Film“, sagt Daniel Abt. „Im Vergleich zum Vorgänger hat das neue Modell ein deutlich aggressiveres Design.“

ABT Sportsline kümmert sich um den Einsatz der Rennwagen von Daniel Abt und Teamkollege Lucas di Grassi und war auch in die umfangreiche Entwicklung vor der Saison eingebunden. So wurden sowohl auf dem Circuit Mallorca als auch beim offiziellen FIA-Formel-E-Test in Valencia zahlreich Testkilometer zurückgelegt, um gut gerüstet mit dem brandneuen FE05 in die neue Saison zu starten.

Die Fahrer
Daniel Abt

Trotz seines Alters von nur 26 Jahren hat Daniel Abt schon Erfahrungen in nahezu allen Formelklassen unterhalb der Formel 1 gesammelt. In der Formel E gehört er zu den „Männern der ersten Stunde“, war in jedem bisher ausgetragenen Rennen am Start. Für die Fans ist der Deutsche einer der Lieblinge im Fahrerlager. Hier ein Autogramm, dort ein Selfie und immer Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Fans – Daniel Abt lebt und liebt die Formel E. Der Deutsche bildet seit dem Debüt der Rennserie im September 2014 ein Team mit Lucas di Grassi. „Ich mag den besonderen Spirit, der in der Formel E herrscht – nicht nur zwischen den Teams, sondern auch zwischen uns Rennfahrern und den Fans in aller Welt. Das ist einmalig.“ 2018 gelingt Abt in der Formel E endgültig der Durchbruch: In Mexiko-Stadt holt er als erster Deutscher überhaupt einen Sieg in der Elektrorennserie, beim Heimspiel in Berlin steht er erneut ganz oben auf dem Podest. Auch wenn ihn die Formel E rund um die Welt führt und er die Kulturen der fremden Länder genießt, freut sich der Allgäuer immer wieder auf die Rückkehr nach Bayern. Dort lebt der erklärte USA-Fan zusammen mit seiner langjährigen Freundin Nadine in Kempten und München. Familie und Freunde haben neben dem Motorsport den höchsten Stellenwert für den Youngster.

 

Karriere

 

2001–2007 Kart

2008 8. Platz ADAC Formel Masters

2009 1. Platz ADAC Formel Masters

2010 2. Platz ATS Formel 3 Cup

2011 7. Platz Formel 3 Euro Serie, 4. Platz FIA Formel 3 International Trophy

2012 2. Platz GP3-Serie, 12. Platz ATS Formel 3 Cup, Formel Renault 3.5

2013 22. Platz GP2-Serie

2014 16. Platz GP2-Serie

2015 11. Platz FIA Formel E, FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, 1 Sieg LMP1-Privatteams

2016 7. Platz FIA Formel E, ADAC GT Masters

2017 8. Platz FIA Formel E

2018 5. Platz ABB FIA Formel E (Audi e-tron FE04), 2 Siege

 

 

 

Lucas Di Grassi

Nach vier Jahren ist Lucas di Grassi der erfolgreichste Pilot der Formel-E-Geschichte: Kein anderer Pilot holte mehr Podiumsplätze (27) oder Punkte (611). Rekorde, auf denen sich der Brasilianer aber keinesfalls ausruht. Di Grassi ist Gründungsmitglied der Formel E: Schon lange, bevor er das erste Mal im elektrischen Rennauto saß, gestaltete er mit CEO Alejandro Agag hinter den Kulissen die Grundzüge und Abläufe der Serie, gab mit seiner Erfahrung wichtige Impulse. Auf der Strecke gehört der Champion der Saison 2016/17 an jedem Rennwochenende zu den Protagonisten und Favoriten auf Siege und Titel. Abseits des Cockpits genießt Lucas di Grassi im Fahrerlager eine hohe Anerkennung: bei den Medien als authentischer Gesprächspartner, der selten ein Blatt vor den Mund nimmt. Bei den Fans, weil er fast jeden Wunsch nach einem Foto oder einer Unterschrift erfüllt. Und nicht zuletzt bei den Ingenieuren seines Teams, weil er nicht nur starke Rennergebnisse abliefert, sondern mit seiner Erfahrung und seinen präzisen Aussagen auch die Entwicklung des Rennautos vorantreibt. Lebensmittelpunkt von Lucas di Grassi und seiner Frau Bianca ist Monaco. Seit Juli 2018 hat sich das Leben des Rekordmannes verändert: Sohn Leonardo hält den begeisterten Vater mächtig auf Trab.

 

Karriere

1997–2001 Kart, Panamerikanischer Kart-Meister (2000)

2002 2. Platz Brasilianische Formel-Renault-Meisterschaft

2003 2. Platz Südamerikanische Formel-3-Meisterschaft

2004 Britische Formel-3-Meisterschaft, 3. Platz GP Macau, Formel 3 Masters

2005 1. Platz GP Macau, 3. Platz Formel 3 Euro Serie, 3. Platz Formel 3 Masters, Formel-1-Test

2006 GP2-Serie, Formel-1-Test

2007 2. Platz GP2-Serie, Formel-1-Testfahrer

2008 3. Platz GP2-Serie, Formel-1-Reservefahrer

2009 3. Platz GP2-Serie, Formel-1-Reservefahrer

2010 Formel 1

2011 Formel-1-Reifentestfahrer, ILMC-Tests

2012 Formel-1-Reifentestfahrer, 24 Stunden Nürburgring, 3. Platz WEC São Paulo (Audi R18 ultra)

2013 3. Platz 24 Stunden Le Mans (Audi R18 e-tron quattro)

2014 2. Platz 24 Stunden Le Mans (Audi R18 e-tron quattro), 4. Platz FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC (Audi R18 e-tron quattro)

2015 3. Platz FIA Formel E, 1 Sieg, 4. Platz FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC (Audi R18 e-tron quattro)

2016 2. Platz FIA Formel E, 3 Siege, FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC (Audi R18), 1 Sieg, 3. Platz 24 Stunden Le Mans (Audi R18)

2017 1. Platz FIA Formel E, 2 Siege

2018 2. Platz ABB FIA Formel E (Audi e-tron FE04), 2 Siege
 

Fanboost
Ihr Boost für Lucas und Daniel

Einzigartig in der Formel E: Die Fans können ihren Lieblingsfahrern online zusätzliche Power verleihen. Die drei Fahrer mit den meisten Stimmen erhalten während des Rennens für fünf Sekunden 30 PS mehr – das kann bei Überholmanövern auf den engen Stadtkursen einen entscheidenden Vorteil bedeuten.

Hier können Sie für Ihren Lieblingsfahrer abstimmen: http://fanboost.fiaformulae.com

Formel-E-Rennkalender 2019/2020

22.-23.11.   Riad (SAU)

18.01.         Santiago de Chile (CHI)

15.02.         Mexiko-Stadt (MEX) 

29.02.         Marrakesch (MAR)

21.03.         Sanya (CHN)

04.04.         Rom (I)

18.04.         Paris (F)

03.05.         Seoul (KOR)

06.06.         Jakarta (IDN)

21.06.         Berlin (D)

11.07.         New York (USA)

25.-26.07.   London (GB) 

 

Aktuelles über ABT Sportsline
ABT SOCIAL Media
FOLGT UNS AUF UNSEREN SOZIALEN NETZWERKEN UND ERHALTET IMMER ALLE NEWS RUND UM DAS THEMA ABT MOTORSPORT

Bleiben Sie ABT to date mit der News­letter­anmeldung

Kontakt
Persönliche Daten

 

 

 

 

 

 

Firmenzentrale

ABT Motorsport
Johann-Abt-Straße 2
D-87437 Kempten
 

Telefon

Zentrale: +49 (0) 831 / 96007-113